Wie ein Newton-Teleskop funktioniert

Das Newton-Teleskop ist eines der gebräuchlichsten Modelle von Amateur-Astronomen. Es ist benannt nach Isaac Newton, der als erstes einen Spiegel benutzte, auf den die Lichtstrahlen auftrafen und dann mit einem seitlich angebrachten Rohr auf den Spiegel schaute. Es besitzt einen konkaven Hauptspiegel und einen flachen Fangspiegel.

Wichtig bei der Benutzung sind drei Elemente:

  • Tubus
  • Schwingungsverhalten
  • Gewicht

Der Tubus

Beim Tubus handelt es sich um das eigentliche Fernrohr, in dem die Linsen und Spiegel angebracht sind. Es wird unterschieden zwischen sphärischen und konkaven Spiegeln. In der Regel haben die meisten Tuben der Newton Teleskope eine Öffnung von maximal 114 Millimeter. Als Brennweiten werden oft bis zu 900 Millimeter angegeben und damit kann man schon einiges beobachten.

Gewicht und Schwingungen

Das Gewicht spielt eine gewisse Rolle, weil man zum einen ein leichteres Teleskop überall mit hinnehmen kann, ein schweres Teleskop hingegen einen bessern Stand hat und weniger verwackelt. Die Schwingungsanfälligkeit ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium, denn schon kleinste Schwingungen können einen eben gefundenen Galaxienhaufen wieder aus dem Blickfeld verschieben.

Größer geht nicht

Der Hauptgrund, dass bei einer Öffnung von 114 Millimeter die Grenze erreicht ist, liegt in der Bauart. Damit kann man 900 Millimeter erreichen, wollte man eine Öffnung von 200 Millimeter würde das eine Brennweite von 1940 Millimeter bei einem Öffnungsverhältnis von 1:8 bedeuten, und das Teleskop wäre damit zwei Meter lang. Die Qualität lässt sich nur mit einem besseren Öffnungsverhältnis erhöhen oder aber mit eine Parabel-Spiegel, der aber wesentlich teurer in der Herstellung ist. Ein größeres Newton-Teleskop mit Parabolspiegel ist aber noch kein Garant für Qualität, oftmals leiden sie unter Bildfehlern, die vor allem am Rand entstehen.

Teleskop selbst bauen

Wer ein wenig handwerkliches Geschick hat, kann sich heute ein durchaus leistungsfähiges Teleskop selbst bauen, auch mit einem Parabolspiegel. Viele Webseiten und Astronomievereine bieten ausführliche Anleitungen, was man beachten muss und wie man so ein Teleskop kostengünstig bauen kann, aber trotzdem ein leistungsstarkes Gerät bekommt.